Tom Bresemann                                                                                         Buch    


 

eigene Publikationen/Herausgaben:


Makellos. Gedichte  Verlagshaus J. Frank, Berlin 2007

Makellos in Berlin Hier erhältlich: 
LESEGLÜCK     EBERT UND WEBER    KAUFHAUS DER BERLINER    GOOD TASTE    AUTORENBUCHHANDLUNG

 

         zweite Auflage, September 2008, 13.90€ 

 

   erste Auflage, Mai 2007, 19.90€ (vergriffen)

STIMMEN zu MAKELLOS. Gedichte

Nichts mit "neuen Milden" aus Berlin - Tom Bresemanns Lyrikdebüt ist das eines zornigen jungen Mannes, 
ein gewitztes Sprachkonglomerat aus Bildungsgut und Gegenwartswut. Oberseminarton trifft auf Bordsteingefluche. 
Und die technische Alltagssprache wird auf ihren doppelten Boden zurückgeführt: "die wirklichen dinge (c)" 
verweisen auf "ihr zeichen", denn "in wenigen augenblicken werden sie weitergeleitet". In Titeln wie 
"All You Can Eat" oder "relevanter realismus" werden Gegenwartsphrasen im Vorübergehen zu Erkenntnisquellen; 
sperrige Sprachbefragung statt sanft fließenden HipHop-Gedudels. Viel Vorfrühling, viel kühles Blau, etwas wird 
erwartet, ist jedoch (noch?) abwesend. Man wird überrascht, spontane Gefühle entstehen beim Lesen: 
Der Dichter aber ringt um Nüchternheit ("ein unbewachter parkplatz ist noch keine gefahr"), möchte nicht 
zu viel vom Leben erwarten ("es tut mir leid, sie werden sterben"), doch dringt immer wieder Enttäuschung durch 
die Zeilen ("der morgen - / ein scheuer pittbull im blutrausch. / du weißt doch, dass man dem nicht / in die augen schauen soll"). 
Ironie und Misstrauen überall, nichts ist, was es vorgibt zu sein, alles ist vergiftet, alles retro, "es geht voran, gerade / im rückgriff". 
Geniale Sätze ("heute ist der erste tag seit langem") neben lässiger Denglish-Attitüde ("repeat 'til fade") und Banalem 
("...jedes jahr / auf dem kalender die hoffnung, die / angst...") - Zivilisationsspott, Computersprech und gelegentlicher 
Hölderlinklang vermengen sich zu einem nicht ganz nüchternen Blick aus dem Badfenster. Wirklich gelungen ist das 
Gedicht über das Fernweh des weißen Mannes "In die Pilze" (..."studien im lendenschurz"). In allen Texten, in den 
Beobachtungen und Bildern viel Sexualität, aber kein Gegenüber. Und auch im finalen ländlichen Poem "Idyllisch": 
Kein wirkliches du, nirgends. Ein Einsamer, der wenn er du sagt, sich selbst meint. Die sehnsüchtige Leerstelle, spürt 
man beim Lesen, ist gewaltig. Und man ahnt: Da kommt was... Eine belebende Lektüre, hinter deren demonstrativer 
Rotzigkeit die großen Fragen aufscheinen.

                                                                                                                                        
                                                                                                                                       
Martin Jankowski @ satt.org

Gegenstand der Bresemannschen Lyrik sind ganz alltägliche Dinge: der Morgen, an dem man besser im Bett geblieben 
wäre [der tag beginnt mit beschissen grinsenden fressen], der Adventseinkauf, der selten so harmonisch ist wie der Klang 
dieses Wortes [fristgerecht geplünderte strümpfe], die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor stigmatisierender Arbeitslosigkeit 
[im ranking unten durch zu sein, ist wenigstens position], das Herumliegen mit Freunden [An einem ganz normalen und 
geradezu leer vor sich hinlaufenden Nachmittag, in einem ganz normal und geradezu leer vor sich hinliegenden Park].
Der thematische Topos „Alltag“ lässt den Band aber keineswegs zu einer Banalitätensammlung schrumpfen. Neben schönen 
Augenblicken, die man nur allzu oft übersieht, handelt diese Lyrik von ernüchternden und beängstigenden Aspekten, die nur 
allzu gerne verdräng werden. Es geht um einen Alltag voller (Wort)abfälle, Schadstoffbelastung, Kontoauszüge, Statistik: 
[Überall alarmierende sicherheitslücken] und [im kühlschrank krebs].
Vor allem ein Utensil des bundesdeutschen Alltags findet viel Beachtung: der Fernseher. Er ist in Bresemanns Beschreibungen 
ein fester Bestandteil von Dir, von Deinem Leben, der Gesellschaft, in der Du lebst, sogar [der frühling ist ein videoclip]. 
Das wäre die harmlose Lesart, die treffendere Teil-Ganzes-Beschreibung ist: Du bist fester Bestandteil Deines Fernsehers, 
dessen Leben Du wie ein roter Faden durchziehst, aber [soviel du auch zappst, es ändert nichts]. Die irreal reale Messlatte 
einer Mattscheibengesellschaft: [die news spritzen ab].
(...)
Bresemanns Kritik an den Verhältnissen ist subtil – und vor allem poetisch.

                                                                                                                                        Miriam Spies @ Berliner Literaturkritik


Tom Bresemann ist Zyniker, Schwächensucher und Spötter [...]
Tom Bresemann ist ein liebevoller Chronist von Alltagsvorgängen, ein Harmoniesüchtiger und Idealist [...]
Bresemann ist vieles. Wie vielseitig der Lyriker ist, [...] zeigt er auch in seinem Gedichtband Makellos [...].
Gedichte, in denen Bresemann zeigt, dass er das Leben nicht verstehen will - damit er seine Neugier behält, 
immer weiter beobachten kann, zerstören und versöhnen.

                                                                                                        Sassan Niasseri, TIP 


Da ist der Gedichtband „Makellos“, dessen Autor Tom Bresemann in abgeklärter, 
schnoddriger Sprache Medienwahnsinn und Großstadtalltag in freie Verse bringt.

                                                                                                                                        Felix Lüttge, taz

 

 

NEUBUCH yedermann

 

 

LYRIK VON JETZT ZWEI Berlin Verlag

            

 

 

Intendenzen. Poetolog. Literaturzeitschrift Verlagshaus J. Frank, Berlin 2008

                      

 

 

Jetzt ist Nah. Gedichtauswahl Blattlaus Verlag, Saarbrücken 2008

 

 

Wat los, Parzen? APHAIA VERLAG, Berlin 2006

           

 

 

 

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